Seit 1901 werden Nobel-Preise verliehen: Fünf in Stockholm (für Physik, Chemie, Medizin, Wirtschaft und Literatur) und der Friedens-Nobel-Preis in Oslo. Der Stifter der Preise, Alfred Nobel, hatte es mit seinen 355 Patenten zu großem Erfolg gebracht.
2025 ging der Friedenspreis an Maria Corina Machado, Venezuela. Schon im ersten Jahr der Nobel‐Preise 1901 erhielten zwei Deutsche die Auszeichnung: Der durch die Röntgen‐Strahlen weltbekannte Conrad Röntgen (†1923), der als Physiker die elektromagnetischen Wellen entdeckt hatte. Und Emil Behring († 1917), der für eine Serum‐Therapie gegen Diphtherie geehrt wur de. Bis 1933 stand Deutschland in dem Ruf, die führende Wissenschafts‐Nation zu sein. So erhielt Albert Einstein († 1955) 1921 den Nobel‐Preis für die Entdeckung des photoelektrischen Effekts. Weltberühmt wurde er durch seine „Relativitäts‐Theorie“.
Zum Nutzen der Menschheit
Die Nobel‐Preise werden an diejenigen Forscher vergeben, welche „im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben“. Mit dem Friedens‐Nobel‐Preis ausgezeichnet werden soll, wer „am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker gewirkt hat“. 2024 wurden die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki ausgezeichnet.
Der Preis als Überraschung
Keiner darf sich selbst für den Preis vorschlagen, wie es US‐Präsident Trump kürzlich getan hat. Er rühmte sich, 2025 sieben Kriege weltweit beendet zu haben, und gab an, eine Nicht‐Verleihung des Friedens‐Nobel‐Preises an die USA käme einer „Beleidigung“ gleich. Preise und Auszeichnungen aber sind eine Ehre, die sich keiner erzwingen kann. Der Immunforscher Fred Ramsdell z.B., der 2025 den Nobel‐Preis für Medizin verliehen bekam, befand sich gerade mit seiner Frau beim Campen, als diese beim Lesen der SMS laut zu schreien anfing. Ramsdell dachte, seine Frau habe einen Grizzlybären gesehen, doch diese teilte ihm mit: „Du hast den Nobelpreis gewonnen!“ Ähnlich bei dem Quanten‐Forscher John Martinis, der bereits abends im Bett eingeschlafen war, als mehrere Anrufe kamen, die seine Frau für ihn entgegennahm. Glücklich über diesen Umstand teilte John Martinis der Presse später mit: „Meine Frau ist sehr gut zu mir, sie hat mich ein paar Stunden lang nicht geweckt, denn sie weiß, daß ich meinen Schlaf brauche.“
Der Friedens‐Nobel‐Preis 2025
Die 58‐jährige Maria Corina Machado trat seit Jahren unter Lebensgefahr gegen Diktator Maduro auf und kämpft bis heute für einen Rechtsstaat in Venezuela. Ihre Anhänger feiern sie als „La Libertadora“, als „Befreierin“. Um den Hals trägt sie den Rosenkranz. Ihre Kinder hat sie schon 2002 in die USA geschickt, da sie und ihre Familie unter ständigen Mord‐Drohungen litten. Viele Oppositionelle sitzen be reits im Gefängnis. Mutig aber bleibt Maria Machado im Land. Jeder Nobel‐Preis ist mit einer hohen Geldsumme als Geschenk an den Träger verbunden. Die Friedens‐Nobel‐Preisträgerin von 1979, Mutter Teresa († 1997), war die Einzige, die zwar zur Entgegennahme des Preises anreiste, dann aber das Fest‐Bankett ausfallen ließ, um stattdessen die Gelder für ihre Armen in Kalkutta mitzunehmen.
Ohne GOTT kein Friede
Bei all dem dürfen wir aber nicht vergessen: GOTT allein ist der wahre Frieden. Das bezeugen alle Heiligen. Ohne Gebet kein Friede. JESUS verspricht: „MEINEN Frieden gebe ICH euch. Aber nicht, wie die Welt ihn gibt.“ (Joh 14,27) Denn der Friede mit GOTT und den Mitmenschen beginnt zu Hause in unseren eigenen Herzen.
Sr. M. Anja Henkel
CM‐Antiquariat: Das Geheimnis von Fatima (15 €)








