Autor: ADmCMv

Um unser Leben richtig zu verstehen, müssen wir uns bewußtmachen: Wir sind in das Drama des Heils einbezogen. Das ist die entscheidendste Wirklichkeit inmitten der Existenz dieser Welt.

Dieses Drama ist ein Geschehen auf Leben und Tod. Das dramatische Spiel ist nicht nur eine vordergründige Kette von Ereignissen auf der Bühne des Lebens, sondern entscheidend für alle Ewigkeit. Es genügt nicht, als Zuschauer in der ersten Reihe zu sitzen, sondern wir haben, ob uns das schmeckt oder nicht, persönlich mitzuwirken im unaufhörlichen Spiel des Lebens hin zu Heil oder Unheil.

Ein innerstes Geschehen

Das Ereignis geht im Innersten jedes Menschen vor sich: In seiner Entscheidung für gut oder böse, für sachgerecht oder sinnlos, für egoistisch oder selbstlos. Viele lassen sich ablenken vom Drama und stellen zweitrangige Wirklichkeiten in die Mitte ihres Lebens. Vergeblich! Dem wahren Drama des Lebens kann keiner ausweichen. Er kann es verdrängen oder übertünchen. Doch dabei täuscht er sich selbst. Denn wir sind unlösbar mit GOTTES Schöpfungsordnung verbunden: Wir können sie nur bejahen oder mit ihrer Ablehnung zerstören. Erst wo diese Wahrheit auf dem Grund einer Seele Wurzeln ge schlagen hat, erst dort fängt einer wahrhaft an zu leben. Er flüchtet nicht mehr vor dem Drama.

Liebe will erfleht werden

Das alles ist nicht abhängig vom Grad der Intelligenz, den der Einzelne mitbekommen und erworben hat, sondern vom Grad seiner Liebe zur Wahrheit. Dieses echte Leben kann sich in jedem vollziehen, dessen Wille die Majestät des Schöpfers beharrlich anfleht. Die dem Geschöpf auf Erden überlassene Zeit vordringlich für sich selbst zu gebrauchen, ist ein Fallstrick. Wir haben sie zuerst dem zu überlassen, der dieses Lebensdrama unaufhörlich in Gang hält, weil er unsere Würde und Freiheit achtet: Zu Seiner Ehre und zu unserer Freude, unserem Heil. Dabei haben wir uns an die Bedingungen zu halten, die der Schöpfer in Seine Schöpfung, in uns, hineingelegt hat. Sie sind unlösbar in das Drama des Heils einbezogen, gleich an welchen Strand jemand geworfen ist. Der Kompaß des Gewissens ist letztlich unlösbar eingegossen.

Gradmesser des Dramas

Jeder von uns neigt dazu, sein eigenes Drama zu spielen, indem er sein Lebensboot an brüchigen Pfeilern festmacht: An seiner Begabung oder an seinem Besitz, an seinem Lebensalter oder an seiner Gesundheit, an dem Beifall, den er erheischt, oder an seinem – vermeintlichen – SeelenFortschritt. Der wirkliche Gradmesser des Dramas aber ist der GOTT‐Mensch, an dem unser ge samtes Leben festzumachen ist, und zwar inmitten der Aufgaben, die uns JESUS persönlich stellt. Dabei haben wir hinzunehmen, daß die Größe oder Winzigkeit unserer Güte‐Fähigkeit uns letztlich verborgen bleibt, ein immerwährender Ansporn, mehr zu lieben. Nur kleine Zeichen existieren, in welchem Akt des Dramas wir uns befinden.

Hilfsmittel im Drama

Es muß uns genügen, uns in der Hand JESU geborgen zu wissen, indem wir Seine großen Hilfsmittel, die Sakramente, gebrauchen. Sie müssen allerdings vom Allerwichtigsten durchdrungen sein, vom Gespräch mit JESUS, vom Gebet. Selbst Petrus wäre auf Seinem nächtlichen Gang übers Wasser (Mt 14,28) verloren gewesen ohne seinen Ausruf: „HERR, rette mich!“ Petrus hatte allerdings zuvor zu dem gesagt, den er äußerlich noch nicht erkannte: „Herr, wenn Du es bist, so befiehl, daß ich auf dem Wasser zu Dir komme!“

Unermüdlich ist JESUS bemüht, uns aus den Verwicklungen dieses Lebens zu retten. Denn GOTT ist der entscheidende Mitspieler im Drama des Heils. Das darf uns mit tiefem Vertrauen erfüllen. Angst ist Enge, Ausweglosigkeit. GOTT will uns führen. Das ist IHM sogar Sein Liebstes wert, Seinen Sohn. Wer aus dieser Zuversicht heraus sein Leben führt, ist mitten im Sturm geborgen. Wie es vorausgesagt wurde: „Keinem von euch wird auch nur ein Haar verlorengehen“ (Apg 27, 34).

Pfr. Winfried Pietrek
Buch: Himmelsleiter (10 €)

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Beirut und Jerusalem einigten sich zwar auf eine Waffenruhe ‐ aber die Hisbollah spielt nicht mit.

Die vollständige „Auslöschung Israels“ steht in der Satzung der Hisbollah. Hisbollah‐Chef Naim Kassim lehnt insbesondere Forderungen nach einer Entwaffnung seiner vom Iran unterstützten Organisation ab. Eine Auslegung der Waffenruhe, nach der die Hisbollah ihre Angriffe einstellen müsse, während die israelischen Angriffe andauerten, komme einer „Kapitulation“ gleich. Zu gleich erklärte er, die Hisbollah be fürworte einen umfassenden Waffenstillstand, der das Ende aller israelischen Angriffe, den Rückzug Israels aus libanesischem Gebiet, die Rückkehr der Vertriebenen und den Wiederaufbau einschließen müs se. Solange Besatzung und An griffe andauerten, werde der „Widerstand“ fortgesetzt.

CM‐Antiquariat: Prophezeiungen bis zur Schwelle des 3. Jahrtausends (15 €)

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Als Rainer Kimmig, der Direktor der Frauenheilkunde im Universitäts-Klinikum Essen, in den Ruhestand verabschiedet wird, folgt eine Schlammschlacht im WDR.

Abtreibungs‐Gegner griffen Dr. Kimmig an wegen seiner intellektuellen und moralischen Redlichkeit und seines Mutes, sich jahrelang der Abtreibung verweigert zu haben. Der Direktor der Geburtshilfe erklärte: „Ich bin überzeugt, daß man weder am Anfang noch am Ende das Leben eines anderen beenden darf. Ich könnte auch niemandem eine tödliche Spritze geben, um ihn von seinem Leiden zu erlösen.“ Und weiter in der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“: „Ich könnte nicht damit leben, das auch nur einmal getan zu haben.“ Seine Äußerung wurde in der „Tagesschau“ wiedergegeben. Schon der Arzt‐Eid, den jeder angehende Mediziner seit Jahrhunderten ablegen sollte, zielt auf das Erhalten des Lebens.

Der Eid geht zurück auf den griechischen Arzt Hippokrates (†377 v. CHR.): Ziel ist Leben, Gift darf nicht verwendet werden, die Götter werden als Zeugen angerufen, keine fruchtabtreibenden Mittel will der Arzt einsetzen, sondern heilig und fromm Leben bewahren.

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Die unerlaubten FSSPX-Bischofsweihen am 1. Juli 2026 im schweizerischen Écône zogen als Tatstrafe die Exkommunikation der PiusBruderschaft nach sich. Wer aber wieder in die römisch‐katholische Kirche zurückkehren möchte, darf dies. Der Vatikan stellt dafür im Dekret vom 2.7.2026 aber Bedingungen.

Bedingungen für FSSPX‐Priester

Priester, die der Piusbruderschaft angehören und nun in die Kirche zurück wollen, müssen dem Papst einen eigenhändigen Brief schreiben. Darin sollen sie um die Rücknahme der gegen sie verhängten Strafe bitten. Priester, die von einem Bischof der Piusbruderschaft geweiht wurden oder auf andere Weise dort Mitglied wurden, sind in der Regel kirchenrechtlich vom priesterlichen Dienst suspendiert oder exkommuniziert, also aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen. Ferner muß der Betroffene ein Glaubensbekenntnis und eine Kirchenzugehörigkeits‐Erklärung unterschreiben; dies muß er an seinen jeweils zuständigen Ortsbischof oder sonstigen Oberen schicken. Darin verpflichtet er sich unter anderem, den Papst und dessen Lehren nicht öffentlich zu kritisieren.

Rückkehrer müssen Konzil anerkennen

Zudem muß er erklären, daß er die Gültigkeit der Meßfeiern im Novus Ordo anerkennt. Schließlich muß er erklären, daß er das Zweite Vatikanische Konzil (19621965) anerkennt. Der Bischof oder Obere – das kann auch ein Oberer der papsttreuen Petrusbruderschaft sein – nimmt den Rückkehrer für die Dauer von mindestens einem Jahr und höchstens drei Jahren zur Probe auf. Dann entscheidet er, ob er dem Rückkehrer in seinem Bistum oder seiner Gemeinschaft einen Platz zuteilt.

Rückkehr‐Angebot für Laien

Für Laien, die der Piusbruderschaft förmlich angehören, genügt ein schriftliches Glaubensbekenntnis mitsamt Kirchenzugehörigkeits‐Erklärung an den Ortsbischof. Dieser kann dann die Wiederaufnahme so vornehmen, wie er es für geboten hält. Gläubige, die lediglich öfters Gottesdienste der Bruderschaft besucht haben, aber die Lehre und die Autorität des Papstes anerkennen, gelten gemäß dem Schreiben nicht als bestraft. Bei ihnen reicht es aus, sich an einen regulären katholischen Priester zu wenden und zu versprechen, daß sie künftig nicht mehr die Gottesdienste der Piusbruderschaft besuchen werden. Rom, Dekret, 2.7.2026 Buch: Verrat am Konzil (5 €)

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Am 1. Juli feiert die Kirche das „Fest des Heiligen Blutes“: Das Blut CHRISTI ist das Lebens-Elixier der römisch-katholischen Kirche. Denn der Gottmensch JESUS CHRISTUS verblutete am Kreuz, um die Seelen der Menschen zu retten.

Unser Herz pumpt je nach körperlicher Anstrengung 5 bis 20 Liter Blut pro Minute durch den Körper. Täglich 10.000 Liter, damit die Lunge Sauerstoff aufnehmen und wir atmen können. JESUS vergoß am Kreuz freiwillig Sein Blut, um die Sünden von uns Menschen vor GOTT zu sühnen, und verspricht uns: „Wer Mein Fleisch ißt und MEIN Blut trinkt, der hat das ewige Leben!“ (Joh 6, 53‐57). Heute fließt JESU Blut geheimnisvoll weiter in jedem heiligen Meßopfer. (1 Kor 10,16)

Das Lamm GOTTES

Der Bogen schlägt auch rückwärts ins Alte Testament. JAHWE gab um 1250 v. CHR. dem Propheten Mose den Auftrag, SEIN auserwähltes Volk – die Israeliten – aus der Gefangenschaft in Ägypten zu befreien. Und zwar mittels des Schlachtens, Verblutens und Verzehrens eines einjährigen, reinen Lammes (2 Mos 11,5): Als zehnte und letzte Plage drohte JAHWE den Tod jedes erstgeborenen Sohnes an. Die jüdischen Erstgeburten aber verschonte der TodesEngel, weil die israelitischen Familien auf JAHWES Wort hin ein Lamm geschlachtet hatten, es verzehrten und dessen Blut an die Türpfosten und Oberschwellen ihrer Häuser gestrichen hatten. Ein geheimnisvolles Zeichen für das kommende Sühneblut JESU am Kreuz von Golgatha. Deshalb mußte es in Ägypten ein fehlerloses, männliches, einjähriges Lamm sein (2 Mos 12,5). Das Blut des Lammes rettete also die Israeliten vor dem Tode der Erstgeburten, während alle ägyptischen Erstgeburten starben. Diese Plage gab den Ausschlag, daß der Pharao die Juden in ihre Heimat zurückkehren ließ. Bis heute feiern die Juden jedes Jahr das Gedenken an den wunderbaren Auszug aus Ägypten – das erste Pascha. Während JESUS gewaltlos und sanft wie ein Lamm am Kreuz auf Golgatha verblutete – in Liebe, ohne Gegenwehr – wurden auf dem Tempelplatz in Jerusalem tausende jüdischer PaschaLämmer geschlachtet. Die Parallele zum AT ist offensichtlich. Ausdrücklich bekennt Johannes der Täufer zu Beginn von JESU öffentlichem Auftreten: „Seht, das Lamm GOTTES!“ (Joh 1,36)

Das Geheimnis des hl. Meßopfers

Ohne zirkulierendes Blut können wir nicht leben. Manchen rettet dabei ein Herzschrittmacher. Meist wird er nahe des Schlüsselbeins unter die Haut gesetzt. Um im göttlichen Rhythmus – dem Leben ohne Sünde, in Liebe und Frieden – zu bleiben, ist JESUS unser Herzschrittmacher. In je dem hl. Meßopfer wiederholt der Priester die Worte JESU: „Dies ist MEIN Leib“ und „Dies ist MEIN Blut, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden“ (Lk 22,19). JESUS heilt uns heute von unserer bereuten und gebeichteten Schuld, wenn wir uns liebend mit IHM in der hl. Kommunion vereinen. Welch ein unfaßbares Geschenk. ER heilt uns auch, sogar wenn wir selbst zu Blutsaugern geworden sind durch alle Spielarten des Egoismus und der Gottlosigkeit: „Wären auch deine Sünden so rot wie Scharlach, ICH mache sie weiß wie Schnee!“ (Jes 1,18) Für jeden Einzelnen von uns hat JESUS sein Blut am Kreuz von Golgatha vergossen.

Und unsere Antwort?

Eine kostbare Antwort gibt ein kleiner Junge. Er ist mit seinem noch kleineren Bruder unterwegs, als diesen ein Unfall trifft. Gottlob haben beide dieselbe seltene Blutgruppe, so daß sich der Ältere bereit erklärt zur BlutÜbertragung, damit sein Brüderchen überlebt. Nach der Blut‐Abnahme aber fragt der Ältere liebevoll: „Und wann muß ich nun sterben?“ So verhält es sich auch zwischen JESUS und uns. Ohne JESU Blut sind wir nichts. „Ohne Sonntags‐Gottesdienst können wir nicht leben!“ – bekennen die ersten Christen in der Christenverfolgung. Die Blutgruppe GOTTES ist Demut, Sanftmut, Geduld, Liebe. Beten wir besonders im Juli, dem „Monat des Kostbaren Blutes“, die Litanei vom „Kostbarsten Blut“.

Sr. M. Anja Henkel
Buch: LAUDATE DOMINUM (10 €). Hier finden Sie auch die Litanei zum Kostbaren Blut.

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Die deutsche Wiedervereinigung von 1989 sei „ungültig“, so der russische Ex-Präsident Medwedew. Denn es „hat kein Referendum gegeben“.

Doch damit liegt Rußland falsch. Denn eine Volksabstimmung ist völkerrechtlich und verfassungsrechtlich nicht nötig. So erfolgte im Jahr 1990 die Angliederung der DDR an die BRD durch Parlamentsbeschluß beider Seiten. Die DDR trat nach einer freien Wahl ihrer letzten Volkskammer gemäß Artikel 23 Grundgesetz der Bundesrepublik bei.

Dmitri Medwedew legte am Tag vor der „Siegesparade“ am 9. Mai 2026 sogar noch einen drauf, indem er Deutschland „Militarismus und Revanchegelüste für die Niederlage im Zweiten Weltkrieg“ vorwarf. Das paßt in die Linie des Geschichts‐Unterrichts in Rußland, wo seit einigen Jahren ge lehrt wird, daß die „BRD der DDR 1990 angegliedert wurde.“ Der KURIER berichtete darüber.

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Im Juli 2026 nimmt die erste muslimische Fakultät in ganz Europa ihre Arbeit auf, und zwar an der Universität in Münster, NRW.

Denn die Zahl ihrer Studierenden ist hier von 13 (2010) auf 450 (2026) gestiegen. Die acht Professoren werden 80 Mitarbeiter haben, alle bezahlt vom Land NRW. Mit der Gründung der Fakultät können nun auch islamische Doktortitel verliehen und Prüfungs‐Kommissionen eigenständig besetzt werden. Gelehrt werden u.a. islamische Geschichte, Ethik und Philosophie. Gründungs-Dekan Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (55), ein in Beirut geborener österrreichischer Religionspädagoge, erklärt: „Der Islam steht nicht im Widerspruch zur freiheitlich‐demokratischen Grundordnung in unserem Land.“

Buch: Moscheen in Deutschland (15 €)

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Gegen den Willen Roms haben die Bistümer München, Limburg, Aachen und Osnabrück „Handreichungen für Homo‐Segensfeiern“ offiziell eingeführt. Allen voran Kardinal Marx im Bistum München‐Freising. Andere Bistümer (Augsburg, Passau, Köln und Regensburg) weigern sich, diese modernistischen Handreichungen zur Pflicht zu machen. Rom verbot den Münchner Alleingang.

Broschüre: Abenteuer Alte Messe (15 €)

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Auf Antrag des Justizministeriums stufte das Oberste Gericht Rußlands die Menschenrechts‐Organisation „Memorial“ kurz nach Ostern 2026 als staatsfeindlich ein und verbot deren Tätigkeit.

Durch ihre internationale Öffentlichkeits‐Arbeit zugunsten eines Rechtsstaates erwarb die Menschenrechts‐Organisation 2022 den Friedens‐Nobel‐Preis. Daß das russische Staatsoberhaupt Wladimir Putin das Dasein von „Memorial“ mit Sitz in Moskau ab sofort verbietet, spricht Bände. Hinter verschlossenen Türen hat te der Prozeß in Moskau stattgefunden. Wer ab jetzt die Menschenrechts‐Organisation in Rußland unterstützt, macht sich strafbar. Tausende von Russen sind betroffen. Sogar rückwirkend greift das neue Ge setz. 1989 wurde die Menschenrechts‐Organisation ge grün det, also zur Zeit der Auflösung der UdSSR unter Präsident Michail Gorbatschow, als dieser aufgrund des sowjetischen Staatsbankrotts Rußland zum Westen hin öffnete.

Putin oder Gorbatschow

Putin hält es für Gorbatschows (†2022) größten Fehler, als Generalsekretär den Anspruch auf die absolute Führungsrolle der Kommunistischen Partei aufgegeben zu haben. Für Gorbatschow hatte der Kommunismus abgewirtschaftet, war ein Feind von Recht und Gerechtigkeit und somit der „Totengräber der UdSSR“. 1987 erklärte Gorbatschow: „Nur durch Demokratie ist ‚Perestroika‘ (Umgestaltung) möglich.“ Putin denkt ganz anders. In mühsamer Kleinarbeit hat er diese demokratische Wende zurückgeschafft und hält selbst wieder alle Fäden in seiner Hand.

Hut ab vor Andrej Sacharow

Einer der Gründerväter von „Memorial“ ist der Russe Andrej Sacharow (†1989), der populäre Atomphysiker und Miterfinder der sowjetischen Wasserstoffbombe, Historiker und Schriftsteller, gleichzeitig aber auch Dissident und 1975 Friedensnobelpreisträger. Sacharow studierte an der berühmten Moskauer Lomonossow‐Universität und meldete sich 1939 freiwillig zur Roten Armee. Also ein VorzeigeSowjet‐Bürger. 1948‐1968 arbeitete er mit am sowjetischen Kernwaffen‐Programm. Doch 1955 be gann der Atomphysiker umzudenken, denn er erkannte, daß das Zünden der Atombombe die ganze Menschheit in den Tod treiben wird. 1966 warnte er vor der Rehabilitierung Stalins und verurteilte 1968 die Niederschlagung des Reform‐Kommunismus im „Prager Frühling“.

Stattdessen erschien noch im selben Jahr seine pazifistische Schrift „Gedanken über Fortschritt, friedliche Koexistenz und geistige Freiheit“, in welcher er sich für internationale Abrüstung und Kernwaffen‐Kontrolle einsetzte. 1970 gründete Sacharow ein „Komitee zur Durchsetzung der Menschenrechte“ und der „Demokratisierung in Rußland“ – begleitet von einem Hungerstreik im Jahr 1974. Der KGB verhaftete schließlich Sacharow und verbannte ihn nach Gorki. Erst Gorbatschow persönlich holte ihn nach Moskau zurück, wo er 1988 die Leitung der „Sowjetischen Akademie der Wissenschaften“ übernahm.

„Memorial“ als extremistisch

So das Urteil des Moskauer Ge richtes im April 2026. Freiwillige aus aller Welt arbeiteten seit 1989 bei „Memorial“ mit, um Verbrechen der kommunistischen StalinZeit aufzudecken. Sie sammelten Daten zu Lagerhäftlingen, legten Archive an und kümmerten sich um die Überlebenden und deren Angehörige. Auch Ge denkstätten errichtete die Organisation. Durch Bücher und Schriften erreichte sie zehntausende Russen. Bis 2026 prangerte sie immer wieder aktuelle Verbrechen des Staates an seinen Bürgern an. Da „Memorial“ jetzt als staatsfeindlich gilt, wird auch sein Besitz vom Staat beschlagnahmt. Der dunkle Schleier der Diktatur legt sich nun wieder über Rußland. Auch die vielen frischen Gräber aus dem russischen Krieg zur Rückeroberung der Ukraine seit 2022 sprechen dieselbe Sprache. Spätestens jetzt müssen alle Europäer begreifen: Um jeden Preis will Putin Rußland als Weltmacht von „Lissabon bis Wladiwostok“ (Zitat von 2010) sehen.

Pfr. Winfried Pietrek
CM‐Antiquariat: Archipel Gulag.
Historisches Dokument und Bestseller von Andrej Sacharow (15 €)

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Allein an Ostern 2026 wurden über 10.000 Erwachsene in Frankreich getauft, darüber hinaus 7.400 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren.

Zu Beginn der Fastenzeit meldete in diesem Jahr auch die belgische Bischofs‐Konferenz einen starken Anstieg der Tauf‐Bewerber. Im Vergleich zum vergangenen Jahr seien die Anmeldungen um 30 % gestiegen, gegenüber 2016 habe sich die Zahl verdrei facht. Ähnliches berichtet Deutschland. Spitzenreiter unter den deutschen Diözesen ist das Erzbistum Berlin. Hier meldeten sich über 170 Taufbewerber sowie 50 Konvertiten. In der Erzdiözese München und Freising wurden dieses Jahr mehr als 60 Frauen und Männer für die Sakramente der Taufe, Erst‐Kommunion und Firmung in der Osternacht zugelassen, eine Steigerung um 60% im Vergleich zu 2025. Die Deutsche Bischofskonferenz berichtet, daß dieser Aufwärtstrend mit dem Abklingen der Corona‐Pandemie begonnen hat.

Buch: Wunder heute – Gott ist da (10 €)

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