Engelmonat September

„Myriaden mal Myriaden“ von Engeln existieren, stellt die Apokalypse fest (5,11), ebenso Prophet Daniel (7,1ß). Alle Völker berichten von Erlebnissen mit reinen oder unreinen Geistern. Ursprünglich sind alle als Boten GOTTES erschaffen, IHM zu Ehren und um IHM zu dienen.
Dafür brauchen Engel keine Flügel. Diese stellen nur symbolisch dar, daß sie nicht an Raum und Zeit gebunden sind, auch wenn sie in körperlicher Form erscheinen können. Dabei drückt ein kindliches Aussehen ihre Unschuld aus. Das Glück der Engel-Natur ist übernatürlich, überstrahlt von der ihnen durch JESUS geschenkten Seligkeit, GOTT schauen zu dürfen. Doch wer von ihnen sich aus Stolz weigerte, GOTT zu gehorchen, wurde aus dem Himmel ausgestoßen (Lk 10,18).

Neun Chöre der Engel

Wer treu blieb, ist ein ewiger Lobpreis GOTTES: Die Gruppe der Seraphim, Cherubim und Throne – der Herrschaften, Gewalten und Mächte – der Fürsten, Erzengel und Engel. Sie alle sind lebensnah zugleich mit der irdischen Schöpfung verbunden. Auch Nationen haben ihre Schutzengel. Auch Bischöfe, Priester, Diakone bedürfen besonderen Schutzes ihrer Aufgaben wegen, ebenso Staatsmänner, Eltern, Lehrer, Sterbende. Sie alle können aber nur geschützt sein, wenn sie auch ihr persönliches Ja zu GOTTES Willen sagen. Und wenn sie ihren heiligen Engel grüßen, ehren und auf seine Einsprechungen achten.

Umherschweifender, brüllender Löwe

Die gefallenen Engel (Dämonen) und den Teufel, Luzifer, hält der hl. Petrus für so gefährlich, daß er sie mit einem umherschweifenden „Löwen“ vergleicht, „der sucht, den zu töten, den er verschlingen kann“ (1 Petr 5,8). Bis zum Jüngsten Gericht können die gefallenen Engel, die Dämonen, die Hölle verlassen. Ihre Bösartigkeit und Heimtücke dürfte jeder echte Beter schon zu spüren bekommen haben. Die Apokalypse stellt sogar vom Sturz des Luzifer fest: „Sein Schweif fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels weg“ (12,4). Die Tragödie der verdunkelten Engel: Als rein geistige Wesen sahen sie die Konsequenzen voraus und haben nun für immer selbstherrlich ihren Willen auf das Böse gerichtet. Auch die Dämonen „glauben“ an GOTT (Jak 2,19), suchen IHN dennoch zu berauben, leugnen aber die Dreieinigkeit, denn sonst müßten sie den GOTT-Menschen, ihnen Seiner menschlichen Natur nach unterlegen, anbeten. Stattdessen wirken sie falsche „Wunder“ und „Voraussagen“. Im kirchlich anerkannten Marien-Erscheinungs-Ort Lourdes (1858) zum Beispiel behaupteten neidische Kinder, genau wie die Seherin, die hl. Bernadette Soubirous, gleichfalls Erscheinungen der Muttergottes gesehen zu haben. Sie sind verführt von Dämonen. Der hl. Jakobus ermahnt alle Katholiken immer wieder: „Widersteht dem Teufel, so wird er von euch fliehen!“ (4,7). In besonderer Weise sind dagegen die heiligen, guten Engel beim heiligen Meßopfer anwesend. Im GLORIA und SANCTUS vereinigen sie ihre Gesänge mit den unseren als Vorbereitung für die ewige Seligkeit.

Pfr.Winfried Pietrek
Buch: Das kleine Buch der Engel (10 €)

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