Wer meint, der Volksaltar sei auf dem II. Vatikanischen Konzil (1962-1965) „beschlossen“ worden, der irrt gewaltig.
Schon Martin Luther hatte ihn 1526 gewünscht. Das II. Vatikanum dagegen hielt am Hochaltar fest und forderte diesbezüglich: „Es sollen keine Neuerungen eingeführt werden“ (SC 23). Auch die Urchristen in der Antike feierten das hl. Meßopfer „versus Dei“. Daß die Priester seit den 1970er Jahren am sogenannten „Volksaltar zum Volk hin“ zelebrierten, ist das Produkt einer Volksbewegung, die zum Selbstläufer wurde. Einzelne Priester meinten nach dem II. Vatikanum, „modern“ zu erscheinen, wenn sie zum Volk hin die hl. Messe feierten. Bischöfe und Rom duldeten diese falsche Euphorie. Dem ehemaligen Wallfahrtsdirektor von „Maria Vesperbild“, Msgr. Erwin Reichart, gelang es in den vergangenen Jahren, nach einer Kirchen-Renovation den provisorischen, hölzernen Volksaltar nicht mehr aufstellen zu müssen. In seinem Buch „Der Volksaltar wackelt“ stellt der Priester fest: „Je länger wir uns in der Liturgie von GOTT abwenden und stattdessen den Menschen zuwenden, desto leerer werden die Kirchen werden.“ Denn: „Das Meßopfer ist unendlich mehr als eine geschwisterliche Mahlgemeinschaft“.




