Am 1. Juli feiert die Kirche das „Fest des Heiligen Blutes“: Das Blut CHRISTI ist das Lebens-Elixier der römisch-katholischen Kirche. Denn der Gottmensch JESUS CHRISTUS verblutete am Kreuz, um die Seelen der Menschen zu retten.
Unser Herz pumpt je nach körperlicher Anstrengung 5 bis 20 Liter Blut pro Minute durch den Körper. Täglich 10.000 Liter, damit die Lunge Sauerstoff aufnehmen und wir atmen können. JESUS vergoß am Kreuz freiwillig Sein Blut, um die Sünden von uns Menschen vor GOTT zu sühnen, und verspricht uns: „Wer Mein Fleisch ißt und MEIN Blut trinkt, der hat das ewige Leben!“ (Joh 6, 53‐57). Heute fließt JESU Blut geheimnisvoll weiter in jedem heiligen Meßopfer. (1 Kor 10,16)
Das Lamm GOTTES
Der Bogen schlägt auch rückwärts ins Alte Testament. JAHWE gab um 1250 v. CHR. dem Propheten Mose den Auftrag, SEIN auserwähltes Volk – die Israeliten – aus der Gefangenschaft in Ägypten zu befreien. Und zwar mittels des Schlachtens, Verblutens und Verzehrens eines einjährigen, reinen Lammes (2 Mos 11,5): Als zehnte und letzte Plage drohte JAHWE den Tod jedes erstgeborenen Sohnes an. Die jüdischen Erstgeburten aber verschonte der TodesEngel, weil die israelitischen Familien auf JAHWES Wort hin ein Lamm geschlachtet hatten, es verzehrten und dessen Blut an die Türpfosten und Oberschwellen ihrer Häuser gestrichen hatten. Ein geheimnisvolles Zeichen für das kommende Sühneblut JESU am Kreuz von Golgatha. Deshalb mußte es in Ägypten ein fehlerloses, männliches, einjähriges Lamm sein (2 Mos 12,5). Das Blut des Lammes rettete also die Israeliten vor dem Tode der Erstgeburten, während alle ägyptischen Erstgeburten starben. Diese Plage gab den Ausschlag, daß der Pharao die Juden in ihre Heimat zurückkehren ließ. Bis heute feiern die Juden jedes Jahr das Gedenken an den wunderbaren Auszug aus Ägypten – das erste Pascha. Während JESUS gewaltlos und sanft wie ein Lamm am Kreuz auf Golgatha verblutete – in Liebe, ohne Gegenwehr – wurden auf dem Tempelplatz in Jerusalem tausende jüdischer PaschaLämmer geschlachtet. Die Parallele zum AT ist offensichtlich. Ausdrücklich bekennt Johannes der Täufer zu Beginn von JESU öffentlichem Auftreten: „Seht, das Lamm GOTTES!“ (Joh 1,36)
Das Geheimnis des hl. Meßopfers
Ohne zirkulierendes Blut können wir nicht leben. Manchen rettet dabei ein Herzschrittmacher. Meist wird er nahe des Schlüsselbeins unter die Haut gesetzt. Um im göttlichen Rhythmus – dem Leben ohne Sünde, in Liebe und Frieden – zu bleiben, ist JESUS unser Herzschrittmacher. In je dem hl. Meßopfer wiederholt der Priester die Worte JESU: „Dies ist MEIN Leib“ und „Dies ist MEIN Blut, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden“ (Lk 22,19). JESUS heilt uns heute von unserer bereuten und gebeichteten Schuld, wenn wir uns liebend mit IHM in der hl. Kommunion vereinen. Welch ein unfaßbares Geschenk. ER heilt uns auch, sogar wenn wir selbst zu Blutsaugern geworden sind durch alle Spielarten des Egoismus und der Gottlosigkeit: „Wären auch deine Sünden so rot wie Scharlach, ICH mache sie weiß wie Schnee!“ (Jes 1,18) Für jeden Einzelnen von uns hat JESUS sein Blut am Kreuz von Golgatha vergossen.
Und unsere Antwort?
Eine kostbare Antwort gibt ein kleiner Junge. Er ist mit seinem noch kleineren Bruder unterwegs, als diesen ein Unfall trifft. Gottlob haben beide dieselbe seltene Blutgruppe, so daß sich der Ältere bereit erklärt zur BlutÜbertragung, damit sein Brüderchen überlebt. Nach der Blut‐Abnahme aber fragt der Ältere liebevoll: „Und wann muß ich nun sterben?“ So verhält es sich auch zwischen JESUS und uns. Ohne JESU Blut sind wir nichts. „Ohne Sonntags‐Gottesdienst können wir nicht leben!“ – bekennen die ersten Christen in der Christenverfolgung. Die Blutgruppe GOTTES ist Demut, Sanftmut, Geduld, Liebe. Beten wir besonders im Juli, dem „Monat des Kostbaren Blutes“, die Litanei vom „Kostbarsten Blut“.
Sr. M. Anja Henkel
Buch: LAUDATE DOMINUM (10 €). Hier finden Sie auch die Litanei zum Kostbaren Blut.




