Atomwaffen sind keine christliche Option

Der finnische orthodoxe Metropolit Elia widersprach dem Moskauer Patriarchen Kyrill, da dieser Atomwaffen religiös rechtfertigt. Und das im Zusammenhang mit dem friedfertigen russischen Heiligen Seraphim von Sarow.

Der finnische Metropolit Elia stellt klar: „Die Kirche darf nicht dazu benutzt werden, Massenvernichtungswaffen zu legitimieren.“ Dabei bezog er sich auf die jüngste Predigt des Moskauer Patriarchen Kyrill bei dessen Festgottesdienst im Sarow‐Kloster in Diwejewo, wo Kyrill argumentierte: „Die Entwicklung einer so mächtigen Waffe an diesem Ort war kein Zufall, sondern kam zustande auch durch die Gebete unseres verehrten und gottesfürchtigen Vaters Seraphim von Sarow.“ Der Primas der Orthodoxen Kirche in Finnland wies diese Interpretation zurück als „politische Agenda“. Stattdessen er in nerte er an die Worte des Heiligen: „Erlangt Seelenfrieden! Und Tausende um euch herum werden gerettet werden.“ Hier ein Blick auf die Geschichte des Sarow‐Klosters während der Sowjetzeit: Moskau schloß das Kloster 1927, verfolgte die Mönche und ließ sie hinrichten. Da nach nutzten es die Sowjets als Heim für obdachlose Kinder, später als Gefangenenlager und schließlich als Atomforschungszentrum, wo auch die erste Atombombe der Sowjetunion ent wickelt wurde. Seit 1917 untersteht die „Finnisch Orthodoxe Kirche“ nicht mehr dem Moskauer Patriarchat, sondern hat sich 1923 dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel angeschlossen. Sie lehnt den AngriffsKrieg Moskaus auf die Ukraine ab. „Wenn Kyrill in der Sprache der Politik von GOTT spricht, verkündet er nicht mehr die Botschaft des Evangeliums, sondern eine staatliche Position“, erklärte Erzbischof Elia. „Die Orthodoxe Kirche betet in jeder Göttlichen Liturgie für den Frieden der ganzen Welt, nicht für den Sieg irgendeiner Armee.“

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