Die deutsche Wiedervereinigung von 1989 sei „ungültig“, so der russische Ex-Präsident Medwedew. Denn es „hat kein Referendum gegeben“.
Doch damit liegt Rußland falsch. Denn eine Volksabstimmung ist völkerrechtlich und verfassungsrechtlich nicht nötig. So erfolgte im Jahr 1990 die Angliederung der DDR an die BRD durch Parlamentsbeschluß beider Seiten. Die DDR trat nach einer freien Wahl ihrer letzten Volkskammer gemäß Artikel 23 Grundgesetz der Bundesrepublik bei.
Dmitri Medwedew legte am Tag vor der „Siegesparade“ am 9. Mai 2026 sogar noch einen drauf, indem er Deutschland „Militarismus und Revanchegelüste für die Niederlage im Zweiten Weltkrieg“ vorwarf. Das paßt in die Linie des Geschichts‐Unterrichts in Rußland, wo seit einigen Jahren ge lehrt wird, daß die „BRD der DDR 1990 angegliedert wurde.“ Der KURIER berichtete darüber.




