Vernunft gebietet Lebensrecht

Das Christentum verweist auf den Glauben und auf zwei weitere Rechtsquellen im Kampf gegen Abtreibung: auf die menschliche Natur und auf die Vernunft.

Denn auch Nicht‐Christen verteidigen das Recht auf Leben und berufen sich dabei auf Vernunft und Natur. Der heutige Kampf, ob eine Frau das Recht hat, ihr ungeborenes Kind vor der Geburt zu töten oder nicht, ist also nicht eine spezifisch christliche Angelegenheit, sondern ein übernatürlicher Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Vernunft und Unvernunft, zwischen Wahrheit und Lüge. Letztlich steht hinter dem Kampf der willkürliche Umgang mit Sexualität. Langfristig gerät ein Staat, wenn er das Morden von Kindern im Mutterleib („Abtreibung“) zuläßt, in Schwierigkeiten, denn er überaltert und wird unfähig, sich außenpolitisch zu verteidigen, da ihm der Nachwuchs fehlt.

Christen gegen Abtreibung

Christen sehen darüber hinaus durch den Mord an den Ungeborenen ein göttliches Gebot verletzt. „Du sollst nicht morden“, heißt es in den 10 Geboten des Alten Testaments. Um GOTTES Rechte zu verteidigen, führen Christen bei Lebensmärschen ein Kreuz mit sich. Denn am Kreuz hat JESUS CHRISTUS den Teufel besiegt. Der Teufel – ein gefallener Engel, Satan – will seit Urbeginn GOTT das erschaffene Leben streitigmachen. Teuflisch verdreht er das Wort Abtreibung, wenn er es als „Barmherzigkeit“ ausgibt, um Müttern zu „helfen“ und sie „nicht zu überfordern“. In Wahrheit ist jede Abtreibung Sünde. Der Hinweis auf Satan aber ist heute leider selbst unter Christen umstritten, denn viele glauben zwar an Engel, nicht aber an Dämonen. Doch schon Goethe (†1832) läßt im „Faust“ den Mephistopheles auftreten, der den Wahrheits‐Sucher Dr. Faust in Versuchung führt: „Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er es beim Kragen hätte.“

Und: „Ich bin der Geist, der stets verneint.“ JESUS ist für das Leben und beweist den Sieg des Lebens über den Tod in Seiner eigenen Auferstehung von den Toten. Wohl 50 Mal spricht JESUS vom Teufel als Feind GOTTES, der Menschen zum Bösen zu verführen und zu vernichten sucht: „Menschenmörder von Anbeginn!“ (Joh 8,44) nennt Er ihn und warnt die Pharisäer: „Ihr habt den Teufel zum Vater.“ Und weiter: „Satan ist der Vater der Lüge.“

Politik unter Erfolgsdruck

Wer den Staat absolut setzt und vergöttlicht, GOTT aber nicht kennt, der hält auch die Abtreibungs‐Gesetze in unserem Land für gerechtfertigt. Menschliche Gesetze aber werden ständig verändert, haben keinen Ewigkeitswert, denn Politiker stehen unter Erfolgsdruck, wollen die Mehrheit gewinnen. Deshalb geht es ihnen oft nicht um die Wahrheit oder GOTT: Sie versuchen, sich der Mehrheit anzupassen und geben ungerechten Forderungen nach. Die Mehrheit heute aber will sich ausleben. Dazu zählt auch die Sexualität. Die Verantwortung für dabei gezeugte Kinder wird für sie zum Problem, die sie nicht tragen wollen. Daher der Kindermord unserer Zeit. Die Mehrheit lebt drauflos und läßt die Ungeborenen dafür bluten.

Lebensmärsche wollen auf dieses Problem aufmerksam machen. Durch Gebet und Präsenz in den Straßen versucht auch die CM ein Zeichen gegen das Morden von Babys im Mutterleib zu setzen. Das ist wichtig, damit die öffentliche Meinung allmählich wieder Ehrfurcht vor GOTT und dem Lebens bekommt. Ein kleiner Beitrag im übernatürlichen Kampf zwischen Gut und Böse. Ein Vergelt´s GOTT für jeden, der daran teilnimmt.

Pfr. Winfried Pietrek

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