{"id":9651,"date":"2025-01-04T16:40:51","date_gmt":"2025-01-04T15:40:51","guid":{"rendered":"https:\/\/christliche-mitte.de\/?p=9651"},"modified":"2025-01-04T16:40:53","modified_gmt":"2025-01-04T15:40:53","slug":"polens-katholiken-feiern-popieluszko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christliche-mitte.de\/index.php\/2025\/01\/04\/polens-katholiken-feiern-popieluszko\/","title":{"rendered":"Polens Katholiken feiern Popieluszko"},"content":{"rendered":"\n<p>Was auf Europa zukommt, wenn der russische Kommunismus regiert, das hat vor 40 Jahren der polnische Priester Jerzy Popieluszko am eigenen Leib erlebt: Die absolute Feindschaft gegen GOTT und die Kirche mit der Ermordung ihrer Priester.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist 1980. Das katholische Polen ist seit 40 Jahren vom atheistisch-kommunistischen Moskau be\u00adherrscht. Doch da gr\u00fcndet der Arbeiter Lech Walesa die Gewerkschaft Solidarnosc in Danzig und ruft alle Stahlarbeiter zum Streik auf, um die Unabh\u00e4ngigkeit Polens von der UdSSR zu erk\u00e4mpfen. Papstportr\u00e4ts h\u00e4ngen in den Fenstern und Bilder der Schwarzen Madonna an den Werfttoren. Arbeiter-Priester Jer\u00adzy Popieluszko feiert die heilige Messe, ganz im Sinne des derzeitigen polnischen Papstes Johannes Paul II., der f\u00fcr die religi\u00f6se Freiheit Polens k\u00e4mpft: \u201eHabt keine Angst! \u00d6ffnet die Tore weit f\u00fcr CHRISTUS!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Katholizismus oder Kommunismus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einem Rundschreiben an alle polnischen Lehrer warnte die kommunistische Regierung: \u201eDer Papst ist unser Feind. Wegen der Aktivierung der Kirche in Polen d\u00fcrfen unsere Ma\u00dfnahmen, die die Jugend atheistisch machen sollen, nicht nachlassen.\u201c Schon als Student weigerte sich auch der junge Priester Popieluszko &#8211; als er vom Staat zum Milit\u00e4rdienst zwangsverpflichtet wurde &#8211; seinen Finger-Rosenkranz abzulegen. Mutig widerstand er auch dem Gebets-Verbot f\u00fcr die Soldaten in der Kaserne, indem er die jungen M\u00e4nner aufforderte, mit ihm zu beten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verbot der Gewerkschaft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Doch bereits ein Jahr sp\u00e4ter 1981 verbietet der Staat die Solidarnosc-Arbeiter-Bewegung. Stattdessen macht der 34j\u00e4hrige Popieluszko nun seine Pfarr-Gemeinde zum Sammelbecken f\u00fcr alle B\u00fcrgerrechtler. In Predigten kritisiert er das kommunistische Regime in Polen. \u00c4hnlich wie Johannes Paul II. zieht der junge Priester seine ganze Kraft aus dem Gebet. Sogar aus dem Ausland kommen Spenden f\u00fcr Familien, deren V\u00e4ter den Arbeitsplatz verloren haben, da sie Mitglieder der Solidarnosc sind, oder die im Gef\u00e4ngnis gelandet sind. 1981 verh\u00e4ngt Polen das Kriegsrecht im Land, um den Widerstand der Katholiken zu brechen. Todesmutig aber feiert Popieluszko \u00f6ffentlich die heiligen \u201eMessen f\u00fcr das Vaterland\u201c weiter. Viele, die kommen, halten ihre Kreuze hoch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In den F\u00e4ngen der Stasi<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Popieluszko gilt allm\u00e4hlich als Staatsfeind. 1983 wird seine Wohnung durchsucht. Die polnische Polizei findet angeblich dort gelagerte Granaten und Sprengstoff. Er wird wegen Sabotage verhaftet, doch sein Bischof erreicht seine Begnadigung durch Intervention beim Innenminister. Am 13. Oktober 1984 rettet ihn die Muttergottes vor einem Anschlag durch den polnischen Sicherheitsdienst, als dieser ihn durch Steinw\u00fcrfe in sein Auto umzubringen versuchte. Immer wei\u00df Popieluszko, da\u00df jeder Tag sein letzter sein k\u00f6nnte. Als er im selben Jahr seine Eltern besucht, l\u00e4\u00dft er dort eine Soutane zum Flicken zur\u00fcck mit dem Kommentar: \u201eNotfalls behaltet sie als Andenken! Weint nicht um mich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Martyrer des Glaubens<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Doch Popieluszko lehnt die Flucht ab: \u201eAls S\u00f6hne GOTTES d\u00fcrfen wir keine Sklaven sein.\u201c Dann pl\u00f6tzlich das Ende. Es ist der 19. Oktober 1984. Zwei Offiziere der Stasi \u00fcberfallen ihn bei Thorn, schlagen ihn zusammen, zerren ihn in ihren Wagen, fesseln ihn und lagern ihn im Kofferraum. Dann geht es zum Weichsel-Stausee bei Wloclawek. Am 30. Oktober wird seine Leiche gefunden. Die \u00d6ffentlichkeit reagiert aufgebracht, so da\u00df die Regierung sich gen\u00f6tigt sieht, die T\u00e4ter zu lebenslanger Haft zu verurteilen. 800.000 Polen nehmen an der Beerdigung in Warschau teil, unter ihnen mehrere tausend Spitzel, die Anwesende registrieren. Kardinal Glemp predigt: \u201eWir verzeihen den M\u00f6rdern.\u201c 2010 wird Jerzy Popieluszko durch Papst Benedikt XVI. seliggesprochen. Viele Wunder geschehen bis heute auf die F\u00fcrsprache des Seligen. Am 40. Jahrestag seines Martyriums ehren die Bisch\u00f6fe Polens in einem Hirtenbrief ihren \u201ePatron der modernen Freiheit\u201c. \u00a0\u00a0\u00a0 <br><em>Sr. M. Anja Henkel<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Buch: <a href=\"https:\/\/christliche-mitte.de\/index.php\/buch-ueber-telefon-oder-per-mail-bestellbar\/\" data-type=\"page\" data-id=\"6540\"><strong>Heilige Priester <\/strong><\/a>(10 \u20ac)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was auf Europa zukommt, wenn der russische Kommunismus regiert, das hat vor 40 Jahren der polnische Priester Jerzy Popieluszko am eigenen Leib erlebt: Die absolute Feindschaft gegen GOTT und die Kirche mit der Ermordung ihrer Priester. Es ist 1980. Das katholische Polen ist seit 40 Jahren vom atheistisch-kommunistischen Moskau be\u00adherrscht. 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