{"id":7123,"date":"2022-12-02T20:26:22","date_gmt":"2022-12-02T18:26:22","guid":{"rendered":"https:\/\/christliche-mitte.de\/?p=7123"},"modified":"2022-12-02T20:26:25","modified_gmt":"2022-12-02T18:26:25","slug":"was-uns-gluecklich-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christliche-mitte.de\/index.php\/2022\/12\/02\/was-uns-gluecklich-macht\/","title":{"rendered":"Was uns gl\u00fccklich macht"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8222;Sind Sie verwirrt?\u201c fragt mich mein Gespr\u00e4chspartner, als ich erkl\u00e4re: \u201eKranke sind die kostbarsten Menschen.\u201c \u2013 \u201eAlle Welt will zuerst gesund sein. S i e sind nicht krank. Darum k\u00f6nnen Sie auch, was Kranke angeht, gar nicht mitreden. Und ausgerechnet Sie behaupten, Kranke seien am kostbarsten. Wie meinen Sie das?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eZun\u00e4chst meine ich zufriedene Kranke. Die sagen ein tapferes Ja zu den Schwierigkeiten, die ihnen auferlegt sind: Schmerzen, Schlaflosigkeit, Behinderungen, Altersbeschwerden, st\u00e4ndig um Hilfe bitten und viel Geduld aufbringen zu m\u00fcssen.\u201c \u2013 \u201eWer kann dazu schon gern ein Ja sagen? M\u00f6chte nicht jedermann gesund sein?\u201c \u2013 \u201eEines Tages sto\u00dfen wir alle an unsere Grenzen\u201c, antworte ich. \u201eDann z\u00e4hlt vor allem die innere Zufriedenheit.\u201c \u2013 \u201eGibt\u2019s die denn?\u201c fragt mein Gespr\u00e4chspartner. \u201eSie meinen wohl Essen und Trinken, gute Fernseh-Programme, einige Reisen, behaglich wohnen\u2026\u201c. \u2013 \u201eNein, ich meine das Herz. Die innere Zufriedenheit trotz allem.\u201c \u2013 \u201eUnd die sollen ausgerechnet Kranke haben?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Herz f\u00fcr Leidende<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLassen Sie mich zur\u00fcckgehen bis ins 12. Jahrhundert\u201c, schlage ich vor. \u201eDamals wirken die \u201aHospitaliter vom heiligen Johannes\u2018.&nbsp; Diese Hospitaliter bringen zuerst den Armen zu essen, bevor sie selber speisen. Abends fordern die Johanniter im Krankensaal zum Gebet auf. In jedem Kranken sehen die Hospitaliter den f\u00fcr uns leidenden Jesus. Sie sind \u00fcberzeugt, da\u00df Gott zuerst auf Seinen Sohn blickt und auf diejenigen, die ihm \u00e4hnlich sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wahre Seligkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seelische Krankheiten, auch Schuldgef\u00fchle oder Entt\u00e4uschungen, k\u00f6nnen manchmal noch schmerzlicher sein als k\u00f6rperliche Beschwerden. Nur durch tiefes Vertrauen zum gerechten, liebenden Gott sind solche Schmerzen zu heilen. Was die wahre innere Seligkeit ausmacht, zeigt Jesus am st\u00e4rksten in seiner ber\u00fchmten Bergpredigt. Immer geht es darum, da\u00df Gott allein die letzte innere Leere f\u00fcllen kann und unseren Hunger nach Gerechtigkeit, letztlich nach Gott, eine Sehnsucht, die hinter wohl allen S\u00fcchten steckt. Trauer und Reue f\u00fchren zu GOTT. Wir d\u00fcrfen dann das Herz rein \u00f6ffnen, hin zur Anschauung Gottes. Das Ma\u00df der Barmherzigkeit weit fassen: Sogar Verfolgung innerlich annehmen, um auch den Angreifer zu retten. Denn diese Art des Leidens mit Jesus macht selig, auch wenn wir das alle nur schwer begreifen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der gr\u00f6\u00dfte Leidende<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zur Zeit Seines Erdenlebens wird Jesus verfolgt und bedr\u00e4ngt. Manchmal kann ER eine Zeitlang bestimmte Gebiete Israels nicht mehr betreten. Schon aus Seinem Geburtsort Bethlehem mu\u00df ER vor Herodes\u2019 Schergen in Sicherheit gebracht werden. In Seiner Heimatstadt Nazareth wollen sie IHN steinigen, weil ER unbequeme Wahrheiten auftischt. Immer ist ein Verr\u00e4ter unter Seinen Aposteln, den Jesus, der Gott-Mensch, durchschaut. Sogar Seine eigene Verwandtschaft bedr\u00e4ngt den Wanderprediger inmitten der Strapazen seiner unerm\u00fcdlichen Bu\u00dfrufe: \u201eKehrt um! Und glaubt an das Evangelium!\u201c (Markus 1,15). Dann der Andrang des Volkes, all derer, die Heilung suchen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorsprung der Kranken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kranke Menschen begreifen das eher. Sie sp\u00fcren unsere menschliche Begrenztheit am eigenen Leib. Auch wer schuldig geworden ist, vielleicht aus Leichtsinn, wird, wenn er das zugibt und bereut, besser den Sinn des Leidens erkennen: Gott will uns reifen lassen bis auf den Kern unserer Seele, zu ihm hin. Selbst-Hingabe ist schon im Wesen des dreieinigen Gottes erkennbar. So mu\u00df Selbstlosigkeit auch im Wesen der Gesch\u00f6pfe liegen: Einer lebt vom anderen. Wer im Leid keinen Sinn sucht, verschlie\u00dft sich, verbittert, weil alles f\u00fcr ihn sinnlos wird. Doch von manchen Krankenbetten geht mehr Trost aus als von manchen gesunden, nur selbstbezogenen Menschen.\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0<br><em>Pfr. Winfried Pietrek<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>CM-Buch: <strong><a href=\"https:\/\/christliche-mitte.de\/index.php\/buch-ueber-telefon-oder-per-mail-bestellbar\/\" data-type=\"page\" data-id=\"6540\">Glauben macht gl\u00fccklich<\/a><\/strong> (10 \u20ac)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Sind Sie verwirrt?\u201c fragt mich mein Gespr\u00e4chspartner, als ich erkl\u00e4re: \u201eKranke sind die kostbarsten Menschen.\u201c \u2013 \u201eAlle Welt will zuerst gesund sein. S i e sind nicht krank. Darum k\u00f6nnen Sie auch, was Kranke angeht, gar nicht mitreden. Und ausgerechnet Sie behaupten, Kranke seien am kostbarsten. 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