{"id":6623,"date":"2022-07-03T12:29:05","date_gmt":"2022-07-03T10:29:05","guid":{"rendered":"https:\/\/christliche-mitte.de\/?p=6623"},"modified":"2022-07-03T12:35:09","modified_gmt":"2022-07-03T10:35:09","slug":"landesmutter-von-schlesien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christliche-mitte.de\/index.php\/2022\/07\/03\/landesmutter-von-schlesien\/","title":{"rendered":"Landesmutter von Schlesien"},"content":{"rendered":"\n<p>Zw\u00f6lf Jahre nur ist die F\u00fcrsten-Tochter Hedwig im bayerischen Andechs alt, als sie 1186 auf Wunsch ihrer Eltern ins slawische Land reist, um den Piasten-Herzog Heinrich I. zu heiraten und den christlichen Glauben nach Schlesien zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hedwig tr\u00e4gt stets ein kleines Marien-Bildnis aus Elfenbein mit sich und segnet mit ihm. Mit der linken Hand, welche 69 Jahre sp\u00e4ter \u2013 nach ihrem Heimgang \u2013 un\u00adverwest geblieben ist. Von ihren sieben Kindern \u2013 das erste be\u00adkommt sie, 13 Jahre alt \u2013 sterben sechs vor ihr. Entsetzt sieht die junge Herzogin von Schlesien das Elend der Leibeigenen. Doch Herzog Heinrich l\u00e4\u00dft ihr gro\u00dfherzig freie Hand, den Armen zu helfen. Deutsche Bauern ruft sie ins Land, aber auch Dominikaner, Franziskaner und Augustiner. N\u00f6rdlich von Breslau, in Trebnitz, gr\u00fcndet sie ein Kloster der Zisterzienserinnen, im Alter ihr eigener Zufluchtsort, obwohl sie selbst die ewigen Gel\u00fcbde dort nicht ablegt. Stets bleibt sie die von allen ihren Landeskindern geliebte g\u00fctige Landes-Mutter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fcrstin inmitten von Leid<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Landesf\u00fcrstin lebt spartanisch, auch bei Hofe. Manchmal ist sie mit Schuhen ohne Sohle unterwegs, was jedoch bemerkt wird, so da\u00df der Volksmund von \u201eHedwigssohlen\u201c spricht. Sie kauft Schuldgefangene frei, beschafft W\u00e4sche f\u00fcr H\u00e4ftlinge, nimmt Waisenkinder auf, errichtet das erste Leprosarium. Zugleich macht die F\u00fcrstin viel Leid durch. Ihre Schwester Gertrud, K\u00f6nigin von Ungarn, wird 1213 ermordet. Ihre Schwester Agnes, K\u00f6nigin in Frankreich, wird wegen der Ung\u00fcltigkeit ihrer Ehe versto\u00dfen. Zwei ihrer Br\u00fcder gelten als Mitwisser eines K\u00f6nigsmords und werden 1208 ge\u00e4chtet, Burg Andechs wird zerst\u00f6rt. Der alte Vater stirbt vor Kummer. Ihre Nichte Elisabeth von Th\u00fcringen wird von der Wartburg versto\u00dfen. Ihr Sohn Konrad, der Emp\u00f6rer, bricht sich auf der Jagd das Genick. Ihr Gemahl Heinrich I. wird 1227 vom Herzog von Pommern \u00fcberfallen und halbtot nach Breslau gebracht. Sp\u00e4ter wird er w\u00e4hrend einer Me\u00dffeier durch Konrad von Masowien schwer verwundet \u2013 da eilt sie selbst ins feindliche Lager, und es gelingt ihr, ihren Mann freizubekommen (\u20201238). 1241 verw\u00fcsten die Mongolen Schlesien. Bei Wahlstatt\/Liegnitz stellt sich Heinrich II., ihr Lieblingssohn, den Tataren. Auf dem Schlachtfeld entdeckt Mutter Hedwig den enthaupteten Leichnam ihres Sohnes, den sie an den 6 Zehen des linken Fu\u00dfes erkennt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heilige der N\u00e4chsten-Liebe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Leichnam der 1243 Verstorbenen liegt in der Klosterkirche von Trebnitz bestattet. Schon 1267 wird Hedwig heiliggesprochen,. Berlin, Schlesien, Polen, Krakau und Trebnitz verehren St. Hedwig als Schutzpatronin. Die Kirche feiert das St. Hedwigs-Fest am 16. Oktober.&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br><em>Sr. Maria Anja<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Buch im CM-Antiquariat: An den dreieinen GOTT glauben (15 \u20ac)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zw\u00f6lf Jahre nur ist die F\u00fcrsten-Tochter Hedwig im bayerischen Andechs alt, als sie 1186 auf Wunsch ihrer Eltern ins slawische Land reist, um den Piasten-Herzog Heinrich I. zu heiraten und den christlichen Glauben nach Schlesien zu bringen. Hedwig tr\u00e4gt stets ein kleines Marien-Bildnis aus Elfenbein mit sich und segnet mit ihm. 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