{"id":6454,"date":"2022-05-02T16:34:25","date_gmt":"2022-05-02T14:34:25","guid":{"rendered":"https:\/\/christliche-mitte.de\/?p=6454"},"modified":"2022-05-02T17:11:18","modified_gmt":"2022-05-02T15:11:18","slug":"der-widerstsand-der-sophie-scholl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christliche-mitte.de\/index.php\/2022\/05\/02\/der-widerstsand-der-sophie-scholl\/","title":{"rendered":"Der Widerstsand der Sophie Scholl"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sophia Magdalena Scholl,<\/strong> geboren am 9. Mai 1921 in Forchtenberg, stirbt als Studentin im Widerstand gegen die NS-Diktatur am 22. Fe\u00adbruar 1943 in M\u00fcnchen. Gemeinsam mit ihrem Bruder Hans Scholl, der ebenfalls der Widerstandsgruppe der \u201eWei\u00dfen Rose\u201c angeh\u00f6rte, wird sie von nationalsozialistischen Richtern zum Tode verurteilt und am selben Tag hingerichtet. Wer war diese mutige Studentin?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Teenager ist Sophie durchaus von dem nationalsozialistischen Leben um sie herum begeistert. Sie liebt die Gemeinschaft und nimmt gerne an den gesellschaftlichen Angeboten des \u201eBund deutscher M\u00e4del\u201c (BDM) teil, verbringt dort seit 1934 ihre Freizeit und steigt sogar zur Jung-M\u00e4del-Schar-F\u00fchrerin auf. Mutproben und H\u00e4rtetest macht sie gerne mit, genau wie ihr Bruder Hans. Doch der Reichsparteitag von 1936 macht sie kritisch gegen\u00fcber dem NS-Regime, so da\u00df beide in die verbotene \u201eDeutsche Jungenschaft\u201c wechseln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Und doch ganz normal<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit 16 Jahren lernt Sophie den jungen Fritz Hartnagel kennen. Sie tanzen zusammen, fahren gemeinsam in Urlaub und f\u00fchren einen dauernden Briefwechsel. Fritz ist Sohn eines Kleinunternehmers in Ulm und macht gerade seine Ausbildung zum Offizier. Bis zu Sophies Hinrichtung 1943 bleiben beide einander verbunden. 1940 macht Sophie Abitur und beginnt eine Ausbildung zur evangelischen Kinderg\u00e4rtnerin in Ulm-S\u00f6flingen. Doch diese wird vom NS-Staat nicht als \u201eReichsarbeitsdienst-Ersatz\u201c (RAD) anerkannt. Stattdessen wird sie f\u00fcr die Absolvierung des RAD nach Sigmaringen beordert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Protestantisch, wi\u00dfbegierig, aktiv<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer weiter entfernt sich Sophie innerlich von dem anti-christlichen NS-Staat. Sie liest die \u201eBekenntnisse\u201c des hl. Augustinus (\u2020430 n. CHR.) und ist fasziniert von dem katholischen Kirchenvater, ebenso wie von Ber\u00adnanos \u201eLandpfarrer\u201c. Den Spott der RAD-Frauen tr\u00e4gt sie mit Fassung. 1941 verpflichtet sie sich zusammen mit ihren Geschwis\u00adtern, den christlichen Glauben \u201ezu leben\u201c und ihn f\u00fcr ihr eigenes \u201eLeben zu erschlie\u00dfen\u201c. Ihr ganzes Handeln ist jetzt christlich-religi\u00f6s motiviert. Im Mai 1942 schreibt sich Sophie an der Universit\u00e4t in M\u00fcnchen ein zum Biologie- und Philosophie-Studium.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Flugbl\u00e4tter f\u00fcr ein christliches Deutschland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klar erfa\u00dft sie immer mehr, da\u00df die NS-Rassen-Ideologie und das Streben nach Macht und Weltherrschaft mittels Krieg und Gewalt nicht im Sinne JESU sind. 1942 tritt sie der studentischen Widerstandgruppe \u201eWei\u00dfe Rose\u201c bei. Sie schreiben und drucken Flugbl\u00e4tter, um alle Deutschen zur bewu\u00dften Entscheidung gegen die NS-Ideologie und den NS-Staat aufzurufen. Durch den \u201eKreisauer Kreis\u201c unter Widerstands-K\u00e4mpfer Helmuth James Graf von Moltke gelangen die Flyer 1943 auch nach England, werden dort nachgedruckt und zu Tausenden von britischen Flugzeugen dann \u00fcber Deutschland abgeworfen. Das sechste Flugblatt vom Februar 1943 trifft gerade ein, als NS-Deutschland seine ka\u00adtastrophale Niederlage bei Stalingrad in Ru\u00dfland erlitten hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hingerichtet am 22. 2. 1943<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">18. Februar 1943. Sophie Scholl verteilt zusammen mit ihrem Bruder Hans in der M\u00fcnchner Uni etwa 1.700 Flugbl\u00e4tter. Der Hausmeister Jakob Schmid, SA, entdeckt die Flyer und die beiden Verteiler. Am 22. Februar f\u00e4llt der Volksgerichtshof in M\u00fcnchen das Todesurteil. Richter Roland Freis\u00adler ist hierzu extra aus Berlin angereist: \u201eVorbereiteter Hochverrat\u201c, \u201elandesverr\u00e4terische Feind\u00adbeg\u00fcnstigung\u201c, \u201eWehrkraft-Zersetzung\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 22. Februar sterben alle drei \u2013 Sophie, Hans und Christoph Probst \u2013 auf der Guillotine. Scharfrichter Johann Reichart, der die Enthauptung durchf\u00fchrt, erkl\u00e4rt sp\u00e4ter, er habe \u201enoch nie jemanden so tapfer sterben sehen wie Sophie Scholl.\u201c Sophie Scholl und ihre Gef\u00e4hrten, opfern ihr Leben f\u00fcr unser Vaterland aus christlicher Motivation heraus: \u201eGelt, Mamma, wir gehen f\u00fcr JESUS!\u201c, sind Sophies Abschiedsworte an ihre Mutter. <br><em>Sr. Maria Anja<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sophia Magdalena Scholl, geboren am 9. Mai 1921 in Forchtenberg, stirbt als Studentin im Widerstand gegen die NS-Diktatur am 22. 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