{"id":4538,"date":"2020-10-29T22:34:35","date_gmt":"2020-10-29T20:34:35","guid":{"rendered":"https:\/\/christliche-mitte.de\/?p=4538"},"modified":"2021-01-05T19:55:54","modified_gmt":"2021-01-05T17:55:54","slug":"heimweg-zur-kirche-gertrud-von-le-fort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christliche-mitte.de\/index.php\/2020\/10\/29\/heimweg-zur-kirche-gertrud-von-le-fort\/","title":{"rendered":"Heimweg zur Kirche: Gertrud von Le Fort"},"content":{"rendered":"\n<p>Die in Mecklenburg in einer Hugenotten-Familie geborene Gertrud von le Fort (1876-1971) hat zahlreiche Lebens-Stationen: Hildesheim, Heidelberg, Marburg, Berlin. Denn ihr Vater war preu\u00dfischer Oberst.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie studiert protestantische Theologie, Geschichte und Literatur. Sp\u00e4ter lebt sie in M\u00fcnchen und im Allg\u00e4u. Mit 48 Jahren schreibt sie 1924 die \u201eHymnen an die Kirche\u201c. 1926 konvertiert Gertrud von le Fort als F\u00fcnfzigj\u00e4hrige in Rom zur katholischen Kirche. 6 Jahre sp\u00e4ter schreibt sie die \u201eHymnen an Deutschland\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ideal der Dichterin \u2013 ein christliches Heiliges Deutsches Reich \u2013 steht in krassem Gegensatz zur NS-Ideologie. Sie lernt Paul Claudel, Hermann Hesse, Reinhold Schneider und Carl Zuckmayer kennen. In Romanen, Novellen, Erz\u00e4hlungen und in ihrer Lyrik bilden pers\u00f6nliche Glaubens-Entscheidungen den Schwerpunkt, zusammen mit dem Sinn des Leidens. So fragt sie in den \u201eHymnen an die Kirche\u201c: \u201eHerr, wohin willst Du, da\u00df ich die Krone trage?\u201c \u2013 \u201eDu sollst sie ins ewige Leben tragen \u2026 Wei\u00dft du nicht, da\u00df Leid unsterblich ist? Ich habe das Unendliche verkl\u00e4rt: Christus ist erstanden!\u201c Da ri\u00df mich das Licht hinweg.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Buch \u201eDie Letzte am Schafott\u201c zeichnet die Dichterin den Weg der 16 Karmelitinnen von Compi\u00e8gne, die w\u00e4hrend der Franz\u00f6sischen Revolution hingerichtet werden. Verst\u00e4ndlich, da\u00df in der DDR eine Biographie \u00fcber Le Fort nicht ver\u00f6ffentlicht werden durfte. Kern des Ansto\u00dfes: die \u201eHymnen an die Kirche\u201c, obwohl die Christenheit seit je her Hymnen kennt wie etwa das Gloria der Me\u00dffeier oder die Hymnen von Bischof Ambrosius von Mailand (\u2020397), die aufleben in dem allen Christen gemeinsamen Gesang \u201eGro\u00dfer Gott, wir loben dich\u201c. In ihren w\u00e4hrend Jahren entstandenen Hymnen schildert Gertrud von Le Fort den Zusammenbruch aller Lebensmuster und die Ann\u00e4herung an Gott. Christus selbst bildet das Geheimnis der Kirche, die deshalb immer ein Geheimnis bleibt, w\u00e4hrend Au\u00dfenstehende zuerst die s\u00fcndigen Glieder der Kirche sehen. Weit bekannt wurde auch Le Forts \u201eDas Schwei\u00dftuch der Veronika\u201c und \u201eDie Frau des Pilatus\u201c. Nach dem Heimgang der 95j\u00e4hrigen Dichterin zur Unsterblichkeit bildet sich eine eigene Literatur-Gesellschaft, die sich mit ihren Werken befa\u00dft.&nbsp; <br><em>Pfr. W. Pietrek<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>CM-Buch: <a href=\"https:\/\/christliche-mitte.de\/index.php\/produkt\/grosse-deutsche-fuer-gott-und-das-vaterland\/\" data-type=\"product\" data-id=\"4532\"><strong>Gro\u00dfe Deutsche<\/strong><\/a> (5 \u20ac)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die in Mecklenburg in einer Hugenotten-Familie geborene Gertrud von le Fort (1876-1971) hat zahlreiche Lebens-Stationen: Hildesheim, Heidelberg, Marburg, Berlin. Denn ihr Vater war preu\u00dfischer Oberst. 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