{"id":3073,"date":"2019-10-30T20:22:36","date_gmt":"2019-10-30T18:22:36","guid":{"rendered":"https:\/\/christliche-mitte.de\/?p=3073"},"modified":"2019-10-30T20:25:10","modified_gmt":"2019-10-30T18:25:10","slug":"die-deutsche-wende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christliche-mitte.de\/index.php\/2019\/10\/30\/die-deutsche-wende\/","title":{"rendered":"Die deutsche Wende"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Montags-Demonstrationen<\/strong> in Leipzig sind der Anfang: 70.000 Menschen demonstrieren am 9. Oktober 1989 friedlich f\u00fcr freie Meinungs\u00e4u\u00dferung, freie Marktwirtschaft, Religionsfreiheit.<\/p>\n<p><strong>Mit Kerzen in den H\u00e4nden. Christen und Nicht-Christen.<\/strong> Zuvor haben sie in der Nikolai-Kirche gebetet. Die Regierung verbietet das Betreten der Innenstadt nach 16.00 Uhr. Schu\u00dfgefahr seitens der DDR-Polizei liegt in der Luft. Sch\u00fcler sind vorgewarnt. Bis 15.00 Uhr sollen die Kinder aus den Krippen heimgeholt werden.<\/p>\n<p><strong>Kommunismus am Ende<\/strong><\/p>\n<p>Mit 49 Mrd. Mark ist die DDR verschuldet. Abgewirtschaftet trotz 5-Jahres-Pl\u00e4nen und Planwirtschaft. Religion ist seit Karl Marx als \u201eOpium f\u00fcr das Volk\u201c verschrieen, denn der Mensch meinte, selbst das Paradies auf Erden schaffen zu k\u00f6nnen. Aber es gelang der SED nicht, soziale Gerechtigkeit herzustellen. Auch der russische Staats-Chef Michael Gorbatschow hat dies 1989 l\u00e4ngst eingesehen und setzt auf \u201eGlasnost\u201c und \u201ePerestroika\u201c: Transparenz und demokratisch-kapitalis\u00adtische Elemente werden in die kommunistische Ideologie eingegliedert. Denn: Auch Ru\u00dfland ist inzwischen bankrott. Milit\u00e4rische R\u00fcckendeckung kann es der DDR nicht mehr geben.<\/p>\n<p><strong>\u201eWir sind das Volk!\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>So schallt es bis in den Abend hinein durch Leipzig.<\/strong> Dann wird der Ruf zu: \u201e<strong>Wir sind ein Volk!\u201c<\/strong><br \/>\nGemeint sind die West-Deutschen. Ein \u201eAufruf zur Besonnenheit\u201c wird in Leipzig durch den Kapellmeister des Gewandhauses Kurt Masur verlesen.<br \/>\n<strong>Ziel:<\/strong><br \/>\nEin friedlicher Dialog mit der DDR-Regierung. 3.000 Polizisten sind kampfbereit.<br \/>\n<strong>Doch dann das Wunder:<\/strong><br \/>\nGegen 18.30 Uhr ziehen die bewaffneten Einheiten ab. Zu gro\u00df der friedliche Gebets-Druck auf der Stra\u00dfe, zu wenig R\u00fcckendeckung der kommunistischen Machthaber im In &#8211; und Ausland.<br \/>\n<strong>Der R\u00fcckzug der Polizisten<\/strong> am 9. Oktober 1989 leitet die gro\u00dfe Wende ein. Tausende DDR-B\u00fcrger verlassen ihr Land und reisen \u00fcber Ungarn in die BRD ein. Zwischen Januar und September 1989 waren es bereits 40.000 Fl\u00fcchtende, jetzt beginnt eine regelrechte Massenflucht von einer weiteren Viertel-Million DDR-B\u00fcrger.<br \/>\n<strong>Staats-Chef Erich Honnecker<\/strong> aber bleibt beim alten Kurs und verweigert Reformen. Er wird am 18. Oktober entmachtet und durch Egon Krenz ersetzt.<\/p>\n<p><strong>Der 9. November 1989<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jetzt \u00f6ffnet die DDR<\/strong> die Grenzen nach West-Deutschland.<br \/>\n<strong>Im Dezember verzichtet die SED<\/strong> auf ihren F\u00fchrungs-Anspruch in der Verfassung.<br \/>\n<strong>Die Stasi wird aufgel\u00f6st.<\/strong><br \/>\n<strong>Das Polit-B\u00fcro<\/strong> tritt zur\u00fcck.<br \/>\n<strong>Der neue Regierungs-Chef<\/strong> Hans Modrow strebt die Wiedervereinigung mit der BRD an.<br \/>\n<strong>Das Volk hat gesiegt \u2013 mit GOTTES Hilfe.<br \/>\n<\/strong><span style=\"color: #999999;\"><em>Sr. Maria Anja<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Montags-Demonstrationen in Leipzig sind der Anfang: 70.000 Menschen demonstrieren am 9. Oktober 1989 friedlich f\u00fcr freie Meinungs\u00e4u\u00dferung, freie Marktwirtschaft, Religionsfreiheit. Mit Kerzen in den H\u00e4nden. Christen und Nicht-Christen. Zuvor haben sie in der Nikolai-Kirche gebetet. 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